Nicht umsonst verkauft Media-Saturn den Kobo eReader Touch Edition in seinen Filialen und den neuen Online-Shops. Unser Test-Kobo kommt vom Online-Shop Redcoon.de, denen wir dafür hiermit unseren Dank aussprechen. Der Kobo eReader Touch Edition kostet bei allen Shops 129 Euro – und hat für das Geld eine Menge zu bieten. Wir sind von der Performance des Kobo eBook Reader zumindest begeistert, er spielt in einer Liga mit dem Sony PRS-T1 WLAN. Warum, lesen Sie in unserem Testbericht, für den wir unsere User-Erfahrung mit dem Kobo eReader Touch Edition und einen Vergleich mit dem Sony PRS-T1 WLAN niedergeschrieben haben.
Zunächst einmal zur den äußeren Werten des Kobo. Mit 185g und Maßen von 16,5 x 11,4 x 1 cm ist der Kobo eBook Reader nicht nur leicht, sondern liegt auch gut in der Hand. Auf der Rückseite befindet sich ein Abdeckung mit Wabenstruktur, die in unterschiedlichen Farben erhältlich ist. Das stört ein bisschen die Optik des sonst sehr schlicht aussehende Kobo Touch, führt aber zu einem angenehmenen Gefühl in der Hand.
Stylisch, aber…
Ich nehme einmal an, dass der Kobo mit seiner besonderen Hülle besonders stylisch aussehen soll. Das gelingt aus meiner Sicht nicht. Schöner wäre es gewesen, wenn die unauffällige Voderseite auch bei der Abdeckung fortgesetzt werden würde. Damit liegt der größte Konkurrent des Kobo eReader Touch, der ebenfalls vollständig aus Kunststoff gefertigte Sony PRS-T1 WLAN, bei der Schönheitswertung leicht vorne. Der Sony PRS-T1 ist zudem um knapp 15g leichter.
Das kann man jedoch kaum zum Nachteil des Kobo werten, schließlich ist sonst nur noch der Amazon Kindle german, der aber auch weniger kann als der Kobo, leichter als der Kobo. Im Lieferumfang ist leider lediglich ein USB-Kabel enhalten. Zwar verfügt der Kobo eReader Touch Edition über ein WLAN-Modul und benötigt daher eigentlich kein USB-Kabel zum Beladen mit eBooks. Aber wegen des Fehlen eines Netzteils ist das USB-Kabel zum Akkuladen des Kobo notwendig.
Die Funktionsweise des Kobo – einfach passt immer
Dem schlichten Aussehen entspricht die simple Bedienung des Kobo. Lediglich zwei Tasten befinden sich auf der Hülle. Die eine am oberen Ende des Kobo ist ein Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten, die andere ist ein Druckknopf unterhalb des sechs Zoll großen Display. Das arbeitet mit der schnellen Pearl-eInk-Technik und ist berührungsempfindlich. Wie beim Sony PRS-T1 WLAN funktioniert die Steuerung des Touchdisplays mit einem Infrarotsensor. Deswegen sind auch keine Spiegelungen selbst im starken Gegenlicht zu beklagen, die Eingabe mit dem Finger funktioniert flüssig und schnell. Ein Stylus-Stift wie beim Sony PRS T1-WLAN fehlt hingegen.
Aber beginnen wir am Anfang, bei der Frage, wie man den Kobo eReader Touch Edition in Betrieb nehmen kann. Zunächst einmal muss die Kobo Desktop-Software installiert werden. Zwar kann der interne Speicher von 2GB (verfügbar 1,4 GB) auch ganz einfach als externes Laufwerk beladen werden, aber die Software bietet schon Vorteile. So kann aus der Software direkt auf den Kobo-eBook Shop zugegriffen werden, in dem mehr als 2,2 Millionen Titel, davon über 80.000 deutsche eBooks, verfügbar sind. Das teilte mir Kobo heute via Twitter mit. Leider können nur die im Kobo eBook Shop gekauften Titel in der Bibliothek geordnet oder auf dem Desktop gelesen werden.
Die Kobo-Funktionsvielfalt – und ihre Grenzen
Ich habe den Kobo Touch Edition mit der Software-Version 1.9.16 vorliegen. Der Desktop wurde in dieser Version angepasst, die Blätterzeiten noch weiter verbessert. In Form einer Cloud ist meine Bibliothek auf dem Display zu sehen, am unteren Rand zudem Lese-Empfehlungen für mich. Oben ist ein Start-Button angezeigt, hinter dem sich der Shop, die Bibliothek, Reading Life, die Einstellungen und die Synchronisations-Taste befinden.
Unter Einstellungen finden sich die Extras, die sich laut der Anzeige noch im Teststadium befinden. Einen Musikplayer, wie ihn der Sony oder der Amazon Kindle bieten, hat der Kobo nicht. Dafür gibt es einen Browser, das Spiel Sudoku und das so genannte Sketchbook, mit dem handschriftliche Notizen oder Zeichnungen angefertigt werden können, die anschließend als png-Bild in meiner Bibliothek erscheinen. Ohne Stylus braucht man dazu aber schon eine gute Fingerfertigkeit und/oder Übung.
eLesen auf dem Kobo Touch
Auch zum bequemen eLesen und um alle Funktionen des Kobo eReader Touch dabei nutzen zu können, ist etwas Übung nötig, weil alles über Touchbefehle läuft. Auch ein Blick in die mitgelieferte Bedienunganleitung hilft. Ein Beispiel beim Lesen in einer ePub-Datei: Blättern funktioniert intutiv mit einem Fingerwisch oder Berührung am linken oder rechten Rand des Textes. Will ich jedoch im Wörterbuch nachschlagen, ein Wort im Text suchen, zoomen, Notizen zu Markierungen anfertigen, Lesezeichen setzen oder Reading Life nutzen, muss ich einmal in der mittleren Spalte im Text drücken, damit das Menü am unteren Ende des Displays erscheint.
Um ein Wort oder eine Textpassage zu markieren, muss länger auf ein Wort getippt werden. Dann erscheint das angetippte Wort unterstrichen, links und rechts sind zwei kleine Greise zu sehen, die den Anfang und das Ende der zu markierenden Stelle anzeigen. Diese kann dann per Drag&Drop beliebig verschoben werden (was allerdings etwas fummelig ist) und anschließend entweder als einfache Markierung gespeichert, via virtueller Tastatur mit einer Notiz versehen, übersetzt oder direkt via Facebook mit der eLese-Community geteilt werden. Markierungen oder Notizen können mit der Kobo Desktop Software beabeitet und ergänzt werden.
Die Zusatzfunktionen in pdf-Dateien
Was bei ePub-Dateien nicht ganz so wichtig ist, da sich der Text automatisch an die Display-Größe anpasst, ist bei eigenen Dateien im pdf-Format entscheidend: Die Zoomfunktion. Aber auch hier möchte ich zunächst die Basics klären. Tippt man auf eine pdf-Datei öffnet sich am unteren Ende des Displays ebenfalls ein Menü. Dort kann man anders als in ePub-Dateien die Ausrichtung des Textes anpassen (Hoch- oder Querformat). Was in pdfs fehlt ist aber die Möglichkeit, Stellen via Facebook zu teilen. Auch die Zoomfunktion in pdf-Dateien ist anders als in ePubs. In ePub-Dateien kann die Schriftart gewählt sowie die Schriftgröße, der Zeilenabstand und die Ränder stufenlos geanpasst werden.
In pdf-Dateien kann hingegen lediglich stufenlos hinein- oder herausgezoomt werden. Dafür kann ich in pdfs mit einem Doppelklick in den zu vergrößernden Textabschnitt direkt heranzoomen, was vor allem bei mehrspaltigen pdf-Dateien, also z.B. Büchern, bei denen man zwei Seiten zusammen eingescannt hat, ein großer Vorteil ist. Am linken oberen Ende erscheint ein Mini-Bild, das das gesamte pdf-Dokument zeigt sowie den Zoomfaktor und den vergrößerten Ausschnitt in einem Rahmen. Eine pdf-Reflow-Funktion, also das automatische Anpassen der pdf-Seite an die Display-Größe, fehlt zwar. Dennoch ist das eLesen von pdf-Dateien auf dem Kobo Touch weitgehend komfrtabel möglich.
Test-Fazit eBook Reader Kobo Touch Edition: Alleskönner mit Mini-Schwächen
Der Kobo Touch Edition ist ein eBook Reader, der das eLesen tatsächlich sehr bequem und komfortabel macht. Nur kleine Schwächen mindern den eLesespaß, naja, eigentlich einen möglichen Business-Einsatz des Kobo Touch. So ist die Kobo Desktop Software zum verwalten von ePubs notwendig, dort werden aber keine ePubs aus anderen eBook Shops oder eigene pdfs angezeigt. Und nur aus Kobo eBooks können so auch Markierungen und Notizen in der Kobo Desktop Software verwaltet werden. Zwar können auch handschriftliche Notizen und Zeichnungen angeferztigt werden, aber es fehlt ein Stylus-Stift. Zudem werden die eigenen Notizen im leider nur schwer auf einem PC bearbeitbaren png-Format gespeichert.
Wer aber einen tragbaren eBook Reader sucht, um möglichst viel zu lesen und seine Bibliothek immer dabei haben zu können, ist mit Kobo eReader Touch Edition nicht nur wegen des ausgezeichneten und riesiegen eBook Angebot im Kobo eBook Shop super bedient. Auch eigene Dateien werden, sofern sie denn als pdfs vorliegen, komfortabel vom Kobo angezeigt. Zudem bietet der Kobo eReader Touch Edition die Möglichkeit, seinen Lieblingslesestoff auf Facebook zu teilen, sich mit Freunden darüber auszutauschen und eLesestatistiken zu erstellen – Social Reading nicht nur für kommunikative eLeser also. Zwar gibt’s vom Kobo wegen der fehlenden Musikplayer-Funktion keinen Sound auf die Ohren, dafür hat er einen Comicviewer integriert.
Insgesamt ist der eBook Reader Kobo Touch Edition für 129 Euro nicht nur ein leichtes und handliches eLesegerät auf dem neuesten technischen Stand. So ist der Kobo eine ausgezeichnete Alternative zum etwas günstigeren, aber auch klobigeren Amazon Kindle keyboard sowie zum teureren, aber funktionstechnisch etwas stärkeren Sony PRS-T1 WLAN.
In Kürze folgt hier noch eine umfangreiche Bilder-Galerie zum eBook Reader Kobo Touch Edition sowie ein Testvideo
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Hi zusammen,
erwähneswert ist auch der Kobo wireless. Mal abgesehen von der Tatsache das dieses Gerät “nur” eine englische Menüführung hat ist er in Preis-Leistung kaum zu schlagen.
Gesehen und gekauft bei redcoon für 88 €
Mein Fazit: EInk für kleines Geld!! Absolut empfehlenswert!!
Nur eine Anmerkung: besitzt man einen blackberry, so kann das bb-Ladegerät auch für den Kobo-Reader verwendet werden.