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[Update] eReader-Neuheiten: PocketBook bringt fünf neue eReader – Die Produktdetails auf einen Blick

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Greift PocketBook mit dem IQ das iPad an? (Foto: PocketBook Int.)

Auf der Internationalen Funkausstellung Anfang September in Berlin wird PocketBook International fünf neue eReader vorstellen, die ab November 2010 in Online-Shops und Buchläden verfügbar sein werden. Neben vier herkömmlichen eLesegeräten mit eInk-Display, aber unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen, wie Displaygröße (6 Zoll und 10 Zoll), Touchscreen und Drahtlosschnittstellen (WLAN, Bluetooth und/oder 3G), bietet PocketBook auch ein 7 Zoll großes fast-Tablet mit Farbdisplay an. Was die neuen PocketBook eReader alles bieten und warum das ukrainische Unternehmen die Marktführerschaft erobern könnte.



Produktionspartner von PocketBook für alle fünf neuen Modelle ist Foxconn Technology, der weltweite Marktführer für die Entwicklung und Produktion von Unterhaltungselektronik. Das taiwanesische Unternehmen fertigt bereits für Amazon den Kindle und für Barnes&Noble den Nook. Auch Apple lässt das iPhone sowie das iPad bei Foxconn herstellen. Für technische Qualität ist daher wohl gesorgt.

Die drei neuen PocketBook-Modelle im Überblick

Das PocketBook Pro 602 (Foto: Pocketbook Int.)

Die neuen PocketBook Einsteiger-Modelle Pro 602 und Pro 902 unterscheiden sich nur in der Displaygröße (6 Zoll oder 10 Zoll). Beide Modelle sind standardmäßig mit Bluetooth und WLAN sowie einem Kopfhöreranschluss und einem internen Speicher von 2 GByte ausgestattet. Alle vier klassischen eBook Pro 6** und Pro 9** eReader sind mit dem aktuellen Vizplex eInk-Display ausgestattet, das 166 dpi bei einer Auflösung von 800×600 anzeigt. Die Software der PocketBooks ermöglicht außerdem, die individuelle Anpassung der Schrift. So lässt sich beispielsweise Schriftart, Größe und Stil ändern, wie PocketBook Int. uns mitteilte.

Die beiden Premium-Modelle Pro 603 und Pro 903 (ebenfalls mit 6 Zoll bzw. 10 Zoll-eInk-Display) verfügen zudem über ein 3G-Modul sowie einen Touchscreen. Bei dem aktuellen PocketBook-Modell mit Touchscreen, dem Pocketbook 302, war dieser die größte Schwachstelle. Weil auf das Display für die Steuerung per Finger eine dünne Folie aufgezogen werden muss, ist der Bildschirm des PocketBook 302 besonders spiegelungsanfällig. Bei Wacom-Displays liegt der Touchsensor stattdessen unterhalb des Displays, so dass die neuen nur mit einem Stylus zu bedienenden eBook Reader mit einer guten eLesequalität glänzen dürften.

Das PocketBook Pro 902 (Foto: PocketBook Int.)

Das dritte Modell, das PocketBook IQ Entertainment, eignet sich vor allem für die Freizeit und Unterhaltung und ist in drei Farben erhältlich. Das mit einem 7 Zoll großen TFT-Farb-Tochscreen (mit Finger steuerbar) ausgestattete PocketBook IQ ist ebenfalls mit einem WLAN- und Bluetooth-Modul bestückt. Auf Anfrage von uns erklärte PocketBook, dass der IQ schon fast in der Tablet-Klasse spielt. So sind Apps aus dem Google Marketplace auf dem mit Android 2.0 laufenden eReader ebenso abspielbar wie Videos und Musik. Zudem steht ein Browser zum Surfen sowie ein eMail Client bereit.

Besondere Funktionen der neuen eReader
Auch die vier klassischen eBook Reader 6** und 9** glänzen unseren Informationen zufolge mit Zusatzfunktionen und bieten ebenso wie der IQ einen Browser und einen Terminkalender. Neben einem G-Lagesensor, der je nach Lage des eReader das Bild im Quer- oder Hochformat ausrichtet, verfügen alle fünf neuen PocketBooks zudem über eine text-to-speech-Funktion mit der eBooks vorgelesen werden können. Auch Hörbücher sind abspielbar. Zudem steht eine Notizfunktion (aktuell via virtuelle Tastatur, ein Software-Update zur Handschrifterkennung ist in Planung) bereit. Als besondere Option bietet PocketBook die Möglichkeit, Notizen in den Text einzubinden.

Das PocketBook Pro 603 (Foto: PocketBook Int.)

Zudem werden erstmals in den eReadern Widgets eingesetzt, die auf der Arbeitsfläche vom User frei platziert werden können und den Schnellzugriff zu den vielfältigen Funktionen ermöglichen. Auch beim Thema Dateikompatibilität ist PocketBook mit 16 Dateiformaten vielseitig. So sind Adobe DRM-geschützte ePub-Dateien ebenfalls anzeigbar. Mit bookland.net hat PocketBook zudem einen eigenen eBook Store eröffnet, der aktuell zwar nur wenige eBooks bietet (vor allem Klassiker), aber kontinuierlich um Bücher erweitert werden soll. Bis zur Veröffentlichung der neuen eReader werden dort auch kommerzielle Titel zur Verfügung stehen.

Der kostenlose eContent auf bookland.net steht aktuell vorwiegend im html, txt und ePub-Format bereit und ist damit auch mit anderen eBook Lesegeräten kompatibel. Nach der Ergänzung von kostenpflichtigen eBooks werden den Wünschen der Verlage entsprechend einige Titel mit Adobe DRM geschützt sein. Grundsätzlich wird PocketBook aber versuchen so viel wie möglich DRM-freie eBooks in den Store zu integrieren, wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde.

Die neuen PocketBooks im Vergleich: Auf den ersten Blick echte Topprodukte
Seit Start des Unternehmens PocketBook im Jahr 2007 liegt ihr Fokus bei der eReader-Entwicklung auf der Softwareseite. Sie wurde als Open-Source-Software auf der Basis des Betriebssystems Linux aufgesetzt. Seitdem konnten die eReader kontinuierlich um Funktionalitäten und Features erweitert und verbessert werden. Die vier neuen eBook Reader glänzen gerade in diesem Bereich.

Das PocketBook Pro 903 (Foto: PocketBook Int.)

Im Vergleich zur Konkurrenz, wie dem Kindle, den Sony eReader PRS 600 Touch, dem Onyx Boox 60 und dem EI BeBook Neo steht bei den vier eInk-PocketBooks eine bisher ungekannte Funktionsvielfalt bereit – und das auch im großformatigen 10 Zoll-Format. Das fast-Tablet, der IQ, ist zudem speziell auf Multimedia-Anwendungen ausgelegt und könnte als Mediaplayer mit Internetzugang und Android Apps sogar dem iPad Konkurrenz machen.

Im September 2010 haben die fünf neuen Produkte ihre Weltpremiere auf der IFA in Berlin. Mittlerweile arbeiten 150 Mitarbeiter bei PocketBook International. Monatlich werden zurzeit weltweit mehr als 50.000 Geräte verkauft. Der Marktanteil von PocketBook beträgt derzeit in den GUS-Staaten 43 Prozent, weltweit 5 Prozent. Mit den neuen PocketBooks sollte sich dieser schnell steigern lassen – zumindest wenn der bislang noch nicht bekannt gegebene Preis für die funktionsreichen eLesegeräte nicht astronomisch hoch ausfällt.


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