
Masami Ohbatake (li.) und Bob Scaglione (Marketing-Vizepräsident, re.) mit den Sharp-Tablets (Foto: Sharp-World)
Ein “iPad aus Japan” und dazu das passende Content-System: Sharp stellte in Tokio neben zwei Tablets ein Gesamtkonzept für die neue Art des eLesens vor. Zentraler Baustein ist das erweiterte eBook-Format XMDF, das mit Audio- und Video-Inhalten angereichert werden kann. Bis zum Jahresende soll die eContent-Plattform online sein. Bereits im September sollen die Sharp-Tablets zunächst in den USA und Japan auf den Markt kommen.
Sharp setzt zur Eroberung des eLesemarktes auf ein Gesamtkonzept: Neben den passenden eLesegeräten soll das weiter entwickelte eBook-Format XMDF einen Vorteil gegenüber dem iPad bedeuten. Für die beiden 5,5 Zoll und 10,8 Zoll großen Tablets, die vorwiegend als eLesegeräte angepriesen wurden, hat Sharp das bislang vor allem für japanische Belletristik und Mangas genutzte, seit 2001 verfügbare XMDF-eBook-Format erweitert.
XMDF-eBooks: Angereichert mit multimedialen Inhalten
Auch Fujitsu setzt beim Flepia auf das XMDF-Format, das einen Kopierschutz vorsieht und im Text integrierte Bilder anzeigen kann. Zudem passt sich die Anzeige der Inhalte automatisch auf das verwendete eLesgerät an, so dass der Content sowohl auf Smartphones, klassischen eBook Readern, Tablets, PCs und auch Fernsehgeräten angezeigt werden kann. Die neue XMDF-Version ermöglicht auch das Einbinden von multimedialen Inhalten wie Audio- und Video-Dateien.
Sharp plant Sharp-Manager Masami Ohbatake zufolge eine durchgängige Plattform, die – von der Erstellung von digitalen Inhalten über die Verbreitung bis zum Endgerät – alles aus einer Hand bietet. Mit Verlagshäusern für Zeitungen, Magazine und Kataloge aus Japan als auch aus anderen Ländern stehe Sharp in Verhandlungen. Namen nannte Ohbatake bislang nicht.
Die Sharp-Tablets: iPad zum eLesen
Sharp verwies auf der Pressekonferenz in Tokio außerdem auf Verhandlungen mit dem US-Mobilfunkanbieter Verizon, der bei erfolgreichem Abschluss der Gespräche die Tablets vertreiben und den Internet-Anschluss liefern werde. Vor allem das 10,8 Zoll große Tablet erinnert äußerlich stark ans iPad. So spricht man bei Sharp auch vom “iPad aus Japan.” Das kleinere, nur 5,5 Zoll große Sharp-eLesegerät wirkt hingegen eher wie ein Smartphone oder Mini-eReader.
Vor allem die Darstellung japanischer Schriftzeichen auf den Sharp-Tablets sei gegenüber dem iPad verbessert worden, verkündete Ohbataka. Weitere Details zu den Produktspezifikationen und dem Preis nannten die Japaner bislang nicht, so dass ein Vergleich zwischen dem Apple Tablet und dem Sharp Tablet derzeit nicht möglich ist.
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Quellen: Via ZDNet, Focus Online. Zum XMDF-Format: sharp-world.com

