
Ein OLED-Display von Sony (Quelle: Sony)
Apple soll zum Jahreswechsel, spätestens jedoch im ersten Quartal 2011, eine neue Generation des iPad planen. Dabei soll nicht nur eine überarbeitete Version des aktuellen Tablet-Computers erscheinen, sondern auch iPad-Modelle mit kleineren Bildschirmen. Tablets mit Displaygrößen von 5,6 Zoll und 7 Zoll seien geplant, anscheinend mit der OLED-Technik. Die Mini-iPads sollen vor allem die Zielgruppe der eBook-Nutzer ansprechen. In diesem Bereich könnten die stromsparenden und leichten OLED-Bildschirme ihre Stärken voll ausspielen.
Eine neue Version des iPad wäre zum Ende des Jahres bei den schnellen Veränderungen im Tablet-Sektor angemessen; vor allem an der Akkulaufzeit und den Spiegelungseffekten des Displays sollte Apple arbeiten; wünschenswert wäre dabei natürlich auch die Beseitigung der anderen Kritikpunkte am iPad, beispielsweise die fehlenden USB-Anschlüsse, ein Speicherkarten-Slot und eine Kamera (Hier geht’s zum iPad-Erfahrungsbericht). Dass alle Makel ausgeräumt werden, ist nicht zu erwarten. Aber immerhin soll Apple bei den neuen iPads auch auf eine neue Displaytechnik setzen.
Sowohl ein 7 Zoll große als auch das 5,6-Zoll große OLED-iPad wären als besonders handliches und leichtes Tablet nicht nur zum Surfen und Medienkonsum in Farbe und mit Bewegtbildern vor allem zu Hause gemacht, sondern auch für das Lesen von eBooks und ePaper-Zeitungen und -Magazinen unterwegs bestens geeignet. Herkömmliche eBook-Reader mit reaktionslahmem eInk-Display müssen sich vermutlich warm anziehen – denn die OLED-Technik bietet gleich mehrere Vorteile.
OLED-Displays arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip wie Leuchtdioden: Organische Stoffe werden zum Leuchten in bestimmten Farben angeregt, wenn sie von Strom durchflossen werden. Die unter Strom gesetzten Kunststoffe in den Bildschirm-Pixeln emittieren selbst Licht, woher auch der Name Organic Light Emitting Diode herrührt. Dank des Leuchteffekts kann eine dauerhafte Hintergrundbeleuchtung wegfallen, wie sie beim LC-Display nötig ist. So verbrauchen OLED-Displays bei einem ähnlich hohen Kontrastverhältnis wesentlich weniger Strom als LC-Displays. Weitere Vorteile sind ihre geringe Dicke und das ebenso geringe Gewicht. Damit eignen sie sich hervorragend für portable Geräte, wie eben ein Mini-iPad.
Displays mit OLED-Technik befinden sich noch am Anfang ihrer Entwicklung; Sony, Samsung und LG haben im großen Stil Forschung betrieben. Die Letzteren sind bereits bei der Serienfertigung angelangt und haben erste Endgeräte mit der neuen Technik veröffentlicht, wie Fernseher und Smartphones. Zwar sind die Preise für OLED-Displays noch deutlich höher als für herkömmliche LCD-Screens, doch ein bisschen mehr Konkurrenz und mehr Anwendungsbereiche dürften den Preis mittelfristig fallen lassen. Ob Apple mit OLED-iPads dazu den Startschuss gibt? Bevor es soweit sein wird, debütiert die aktuelle iPad-Version am 23. Juli aber erst noch in neun weiteren Ländern, darunter in Österreich.
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Es soll an der akkulaufzeit gearbeitet werden? Wer schrieb den Text???? Das ist wohl einer der Pluspunkte des ipads.
Naja, Das iPad hält unter voller Benutzung, d.h. mit Video anschauen, Surfen usw. nicht mal einen Tag. Bei dedizierten eBook Readern hält der Akku zum Teil über zehn Tage. So glaube ich eher, dass die Akkulaufzeit eine Stärke von eLesegeräten im Vergleich zum iPad ist. Und: einer der größten Vorteile von OLED-Displays ist ja gerade das Strom sparen, bei einer schnellen Reaktionszeit und Farbdarstellung.
cai
eBook reader ist nicht gleich iPad, das iPad bieter wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten, und 10h durchlesen macht ja eh kaum wer, und meist ist sowieso eine Steckdose in der Nähe der Couch oder des Bettes:)