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eReader: Qualcomm zeigt farbigen Mirasol-eReader-Prototyp – ab 2011 auf dem Markt

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Die Mirasol-Technik macht sich den Schmetterlingseffekt zunutze (Foto: Qualcomm)

Auf der D8-Konferenz des Wall Street Journal zeigte Qualcomm CEO Paul Jacobs einen eReader mit farbigem Mirasol-Display. Das knapp sechs Zoll große Display besteche einerseits durch die Darstellung von Bildern, Magazinen und Animationen, andererseits durch eine wesentliche längere Akkulaufzeit als hintergrundbeleuchtete LC-Displays. Qualcomm plant Mirasol-Displays auch für Smartphones und Uhren anzubieten. Bis die ersten fertigen Devices mit der Mirasol-Technik ausgestattet sein werden, dauert es – anders als bislang erwartet – aber noch bis 2011.



Die Vorteile von eInk-Displays, aber eine schnellere Reaktionszeit und Farbe, das ist die Aufgabe, die Qualcomm bewältigen will. Nun scheint die Mirasol-Technik-Entwicklung kurz vor dem Ende zu stehen: Während der Akku des ohne Hintergrundbeleuchtung auskommenden Mirasol-eReaders auch bei grafikintensiven Anwendungen 10 bis 100 mal länger halten soll als der eines LC-Displays, werde ein solcher Device im Lesemodus fast genauso wenig Strom verbrauchen wie ein eInk-eReader, erklärt Jacobs.

Ein weiterer Vorteil – neben der Farb-Anzeige, mit dem Mirasol-eReader auch zum Video anschauen und Web-Surfen geeignet sind – gegenüber eInk-Displays: Der eReader muss nicht ausgeschaltet werden (bei eInk-Displays besteht die Gefahr, dass sich die eTintenteilchen in den Bildschirm brennen), so dass ein ständiger Schnellstart möglich ist. Auch eine Multi-Touch-Funktion sei auf Mirasol-eReadern möglich, dafür könne zum Beispiel eine Touch-Folie auf das Display gezogen werden, erklärte Jacobs in der Präsentation (siehe Video).

Dass dann mit starken Spiegelungseffekten zu rechnen ist – wie es auch bei eInk-Touchdisplays ohne Wacom-Stift-Steuerung der Fall ist (Sony PRS 600, Pocketbook 302) – erwähnte Jacobs nicht.

Aber vielleicht wird bis zur Markteinführung auch dafür noch eine Lösung gefunden. Ohnehin finde ich die Mirasol-Technik sehr spannend, die mit der MEMS Technology funktioniert und sich die Natur zum Vorbild nimmt. Wie im Flügel eines Schmetterling (oder bei Perlen und Seifenblasen) werden kleine Membrane, die in den Pixeln liegen, unterschiedlich ausgerichtet. Diese Membrane brechen das einfallende Licht und erzeugen so Farbe.

Bislang hieß es, dass noch in diesem Jahre ein erster Mirasol-eReader auf den Markt kommen werde – es war sogar davon die Rede, Amazon könnte für den Kindle 3 von der eInk auf die Mirasol-Technik umsteigen. Diesen Mutmaßungen trat Jacobs nun entgegen. Der Qualcomm-CEO erwartet den ersten Mirasol-Device im ersten Halbjahr 2011.

Quellen: Laptopmag, Pcmag, 1. Video via ereaders.nl, 2. Video via LATimesBlog

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