In einem Gastbeitrag auf unserem Blog schrieb Marco Olavarria, dass eBook Reader solange ein Nischenthema bleiben werden, solange meine im besten Fall individualisierte digitale Zeitung nicht alltäglich auf mein handliches eLesegerät kommt. Noch bieten nur wenige eBook Reader Hersteller und ebenso wenige Verlage eine handhabbare und leserfreundliche digitale Lösung zum Zeitung und Magazin lesen an. Bislang setzt nur die taz auf das von den meisten eLesegeräten unterstützte ePub-Format für ihre ePaper-Ausgabe, die anderen bleiben zumeist beim pdf-Format. Doch auch dann gibt es die Möglichkeit, die Lieblingszeitung papierlos zu lesen.
ePaper, ePaper Shops und ePaper Kioske gibt es schon seit geraumer Zeit in verschiedenen Varianten. Doch der Durchbruch ist der digitalen Alternative zur gedruckten Zeitung bislang noch nicht gelungen. Das eLesen eines ePapers auf dem PC ist zwar weitgehend multimedial möglich – in einem speziellen eReader kommt die digitale Zeitung im Originallyout mit Zusatzfunktionen (Suche, Archivzugriff) – aber wirkliches on-the-go-lesen ist nur mit dem passenden Endgerät möglich.
Um auf einem eBook Reader adäquat angezeigt werden zu können, sollte das ePaper im ePub-Format (bislang leider nur die taz) daher kommen. Die übrigen Verlage setzen zumeist auf das weit verbreitete pdf-Format, das jedoch nur mit einer anständigen Zoom-Funktion auf einem eBook Reader bequem gelesen werden kann. Die meisten eBook Reader (vor allem großzollige Profi-eReader) zeigen auch die angebildeten Grafiken und Bilder (in schwarz.-weiß an), als Alternative sollte der Leser darauf achten, ob das ePaper auch im text-only-Format als txt-Datei verfügbar ist (wie die taz, SZ, u.a.).
Seit Anfang dieses Jahres werden auch individualisierte ePaper angeboten (Personla News, Niiu usw.). Der Kunde wählt, welchen Teil welcher Zeitung er am nächsten morgen digital zugeschickt haben will und hat so die volle Kontrolle über den Lesestoff. Noch steht die ePaper-Entwicklung am Anfang, aber mit der eReader-Evolution und nach der iPad-Einführung wird sich auch hier viel bewegen.

Es wird äußerst schwierig epaper in Zukunft zu vermarkten, wie man an dem Rückzug der taz aus dem iBookstore erkennen kann.