Die italienische Zeitung ‘La Republica’ berichtete am Donnerstag, dass Google noch in diesem Jahr den Nachrichtendienst Newspass für den Webgebrauch und mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablet-PCs, online stellt. Die Inhalte sollen mit einer Paywall geschützt werden. So könnte Google den Verlagen bei der Frage der Monetarisierung von journalistischen Inhalten entgegenkommen und paid-content etablieren.
Wie ich Spiegel Online schätze: Die Redaktion greift stets die aktuellsten Nachrichten auf, diesmal zu einem von Google möglicherweise geplanten Medienkiosk. In dem in der italienischen Zeitung ‘La Republica‘ veröffentlichten Artikel heißt es, dass Google bis zum Ende des Jahres einen Online-Bezahlservice für Nachrichten online stellt.
Bei Spiegel online ist scheinbar aber kein Redakteur der italienischen Sprache mächtig, um den Artikel zu übersetzen. Deswegen wird im Spiegel Netzwelt-Ticker auf die reichlich durchwachsene Übersetzung des ‘La Republica’-Artikels von Google Translate verwiesen wird.
Zur Aufklärung: Dem Artikel zufolge arbeitet Google gerade an dem Newsdienst Newspass, in dem Verlage ihre Inhalte auf einer einzigen Plattform für den Webgebrauch, für mobile Endgeräte wie Smartphones sowie für Tablets, wie das iPad, zur Verfügung stellen können. Kostenpflichtige Inhalte teilnehmender Medien sollen dabei mit einer Paywall geschützt werden, aber dennoch bei der Websuche indiziert und gefunden werden.
Das heißt dann wohl: Verlage können via Google auf paid content setzen. Um also den Verlagen bei ihren Urheberrechtssorgen und der Frage nach der Monetarisierung von journalistischem Content entgegenzukommen – “wir wollen Partner finden” wird Google-Vizepräsident Henrique De Castro zitiert – sollen kostenpflichtige Inhalte teilnehmender Medien mit einem Bezahlbutton versehen werden.
Um auf alle journalistischen Inhalte der beteiligten Nachrichten- und Zeitungsportale zugreifen zu können und sie zu lesen, sollen sich Kunden bei Newspass mit einer Identifikation einloggen können. Das Bezahlen wird wohl über das Google Micropayment-System Checkout funktionieren, wie es von Google schon seit Jahren in Nordamerika zum Einsatz gebracht wird. Bislang ist aber weder klar, in welchen Ländern Newspass angeboten werden solle, noch mit welchen Partnern Google zusammenarbeiten wird.
Ohnehin hat Google das Gerücht nicht bestätigt. Auf Paidcontent.org wird ein offizielles Google-Statement zitiert, in dem es heißt, dass Google mit Nachrichten-Verlagen spreche und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auslote. Das beinhalte auch die Frage, wie Google mit seiner Technologie Verlagen beim Aufbau von Abo-Systemen helfen könne. Klar sei aber auch, dass Google wie bei allen seinen Produkten möglichst viele User erreichen will.
Bislang sei allerdings noch nichts spruchreif – “und wir beteiligen uns an keinen Spekulationen zu neuen Podukten”, heißt es von Google bislang nur.
Anzeige


Der Google Medienkiosk wird kommen, denn dort kann man das Verhalten der Nutzer studieren!!!