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Gastbeitrag von Dr. Marco Olavarria: Unzerstörbar, ultradünn und einrollbar – der Weg vom Nischenreader zum Zeitungsersatz

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Dr. Marco Olavarria setzt auf technische Neuerungen auf dem eLesemarkt (Foto: Kirchner & Robrecht)

eReader bleiben ein Nischenprodukt, glaubt Dr. Marco Olavarria, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Kirchner&Robrecht. Außer auf der technischen Seite tut sich was. Dann dürfte die antike Papyrus-Form – unzerstörbar, ultradünn und einrollbar – auch beim modernen Verbraucher gut ankommen; und die gedruckte Zeitung endgültig im Papierkorb verschwinden lassen. Ein Gastbeitrag zu den Zukunftsaussichten von eLesegeräten nach der iPad-Einführung



Auf dem ersten Blick könnte man meinen, der eReader hat nach dem Markteintritt von Apples iPad ausgedient, bevor er richtig im deutschen Markt angekommen ist. Schließlich wird doch kaum jemand mehrere hundert Euro für ein Produkt ausgeben, auf dem man nur Lesen kann – wenn man doch für etwas mehr einen schneidigen Tablet bekommen kann. Oder?

So einfach ist das – wie immer – nicht. Menschen und deren Bedürfnisse sind vielfältig. Vielleicht will jemand, der sehr viel sequentiell liest, kein Hightech iPad, sondern einen augenschonenden eInk-Bildschirm vor den Augen haben. Oder als Vielreisender wünsche ich mir ein portables, leichtes Gerät, das lediglich mein Bedürfnis nach Lese-Entspannung im Flugzeug oder in der Bahn befriedigt. Mehr nicht.

Dann gibt es noch die Gruppe der intellektuellen Technikaffinen. Diese Menschen suchen kein In-Produkt, sondern ein stilgerechtes Leseerlebnis. Und dann spielt der Preis natürlich auch noch eine Rolle. Der eReader ist in einfachen Ausführungen deutlich erschwinglicher als ein iPad, dessen über das Lesen hinausgehende Funktionen bereits durch den PC oder das Laptop erfüllt werden.

Zugegeben, eReader werden wohl nicht zum Massenprodukt avancieren, wie es deren Hersteller gehofft haben. Sehr wahrscheinlich werden sie sogar ein Nischendasein fristen. Aber immerhin ein Dasein. Und vielleicht sorgen zukünftige technische Entwicklungen dafür, dass der eReader schon bald wieder für weitere Zielgruppen attraktiver wird.

Einen wasserfesten, stoßunempfindlichen und schnell startenden eReader mit großem rollbarem Display, auf dem morgens meine individualisierte Zeitung erscheint, die ich am Frühstückstisch lesen kann – dieses Leseerlebnis würden sich sicherlich einige Leute etwas kosten lassen…

Die Unternehmensberatung Kirchner&Robrecht management consultants veröffentlichte seit März 2009 verschiedene Studien zu den Marktaussichten des eLesemarktes. Ich bedanke mich im Namen der ebook-Reader-Vergleich-Redaktion bei Dr. Olavarria, den ich vergangenes Jahr bei der Recherche zu einem Artikel zur “eReader eVolution” kennen lernte, für seinen Gastbeitrag.

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