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Alles iPad, oder was? Auch eBook Reader profitieren vom Tablet-Hype – Sony wird bestätigt

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Das Archos Home Tablet ist ab sofort für 180€ bestellbar (Foto: Archos)

Mit dem JooJoo ist das erste Tablet hierzulande auf dem Markt, am 28. Mai kommt auch endlich das Apple iPad nach Deutschland. Unterdessen hat auch der Internet-Gigant Google ein Multimedia-Tablet angekündigt, während Archos Anfang Juni ein 7 Zoll Mini-Tablet auf den deutschen Markt bringt. Doch entscheidende Triebfeder auf dem eLesemarkt ist und bleibt Apple mit dem iPad: Seitdem der Elektronikgigant den Markteintritt vollzogen hat, interessieren sich immer mehr User für digitale Lesegeräte, bescheinigt eine Studie der Boston Consulting Group. Von dem Tablet-Hype profitieren demnach auch einfache eBook Reader, was die Marktstrategie von Sony bestätigt.



iPad nicht mehr alleine im Tablet-Haus
Eine der eLese-Nachrichten der vergangenen Woche: Google entwickelt ein auf Android basierendes Tablet. In einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Lowell McAdam, Chef des zweitgrößten US-Telekomanbieters Verizon, dass seine Firma gemeinsam mit Google an einem multimedialem Tablet arbeitet. Bislang ist aber weder bekannt, wer das Tablet bauen soll, noch ab wann es verfügbar sein wird. Immerhin: Nach dem Ausstieg von Microsoft und Hewlett Packard, wird die Luft für Apples iPad doch dünner – zumindest wenn Google sich mit der Tablet-Entwicklung beeilt. Nachdem das Fusion Garage JooJoo in Deutschland bereits erhältlich ist, schickt sich nun auch Archos an, den Tablet-Markt zu erobern, mit einem handlichen 7 Zoll-Gerät.

Das Archos 7 Home Tablet ist für mehr als nur zum eBook Lesen geeignet (Foto: Archos)

Mit nur 350 Gramm kommt das Mini-Tablet nur wenig schwerer daher als 6 Zoll große Standard eBook Reader. Der entscheidende Unterschied: Das Archos-Display ist selbstleuchtend und deswegen nicht so augenschonend wie eInk-Panels. Dafür kann das Archos 7 Home Tablet laut Pressemitteilung Videos und Bilder in Farbe anzeigen, bietet volle Surffunktionen, einen eMail-Client und natürlich ein Touchdisplay. Obwohl das Archos 7 Home Tablet mit dem Google Android Betriebssystem läuft, ist zunächst kein Zugriff auf den 30.000 Apps umfassenden Android Marktplatz möglich. Stattdessen setzt Archos auf eine eigene Anwendungs-Plattform.

Auch die Kosten des Archos 7 Home Tablet liegen im Bereich von Standard eBook Readern. Für 199$ ist das Archos Tablet ab Montag, 17. Mai verfügbar. Auch deutsche Kunden können die 8GB-Variante bestellen, inklusive Zoll und Versand kostet es dann ca. 230€. Wer sich noch gedulden kann, sollte bis Juni warten. Ab kommenden Montag ist das Archos 7 Home Tablet in Deutschland für 180€ bestellbar. Ein klassischer eBook Reader Ersatz ist das Archos Tablet aber nicht, so fehlt ihm zum Beispiel ein Lagesensor, die Anzeige ist stattdessen nur im Querformat möglich, was zum Lesen von eBooks ungeeignet erscheint.

Auch eBook Reader profitieren vom Tablet-Hype: Strategie von Sony wird bestätigt
Dennoch zeigt Archos, was auf dem Tablet-Markt geschehen wird: immer mehr Hersteller veröffentlichen in den kommenden Monaten ihre Tablet-Varianten, mit den unterschiedlichsten Bildschirmgrößen, Anwendungsmöglichkeiten, Zielgruppen und Preisen. Dass das die Kunden freut, zeigt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group. Die nahezu 13.000 in der Studie befragten Verbraucher aus 14 Ländern, darunter China, Indien, Deutschland, England und die USA, zeigen sich aufgeschlossen beim Thema eReader-Kauf.


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Demnach planen innerhalb des nächsten Jahres 28 Prozent aller Befragten einen Kauf, in den kommenden drei Jahren sogar 49 Prozent. Die überwiegende Mehrheit (66 %) bevorzugen dabei einen multimedialen Tablet oder eReader, der mehr kann als nur eBooks anzeigen. Vor allem im Internet Surfen, Videos und Fotos anschauen sowie Texte und eMails verwalten sind die gewünschten Zusatzfunktionen. Nur 24 Prozent der Befragten bevorzugen einen einfachen eBook Reader, der vor allem zum Lesen von eBooks und eZeitungen/eMagazinen geeignet sein soll. Die entscheidende Frage für einen Kauf ist der Studie zufolge der Preis: US-Verbraucher wollen maximal 100-150$ für einen einfachen eBook Reader und maximal 200$ für einen Tablet ausgeben – und in Deutschland liegt die Preis-Schmerzgrenze für eBook Reader mit 130-160€ nicht viel höher.

Der Sony eBook Reader PRS 300 kostet unter 200€ (Foto: Sony)

So dürften mittelfristig – nach dem Abklingen den iPad-Hypes – vor allem günstige eBook Reader und Tablets gefragt sein. Archos hat es im Tablet-Segment vorgemacht, ebenso wie im eBook Reader Bereich Hersteller wie Ectaco (Jetbook und Jetbook Lite), Hanvon (N 516) sowie Sony (PRS 300), die allesamt unter 200€ kosten. Vor allem der japanische Hersteller hat gute Erfahrungen mit seinen aufs eLesen getrimmten eBook Readern, sie erwiesen sich im letzten Geschäftsjahr als der am schnellsten wachsende Gerätetyp von Sony, betonte Mike Abary, als Senior Vice President für die Sparte Information Technology Products zuständig, in einem Interview mit dem Wirtschaftsdienst Bloomberg.

Deswegen entwickle Sony keine eigenen Tablets, sondern setzt lieber auf die Weiterentwicklung von eBook Readern, erklärte Mike Abary weiter: “Wir haben uns eine Reihe von Jahren gründlich mit der Frage einer Tablet-Entwicklung beschäftigt, nicht nur wegen Apple, sondern weil es interessante Aussichten schafft.” Aber am Ende sei man “nicht überzeugt” vom Marktvolumen, Apple müsse zunächst belegen, dass Tablets zukunftsfähig sind. Bis dahin werde Sony ihre eBook Reader vor allem in puncto Konnektivität und Bildschirmtechnik perfektionieren: Einerseits gehe der Trend zum UMTS-(3G-)-Modul auch bei Standard-eReadern (bis 250€), andererseits arbeite Sony eng mit PVI zusammen, um spätestens im kommenden Jahr ein Farb-Display in einem eBook Reader zum Einsatz zu bringen – und bleibt damit dem aktuellen Trend bei eBook Readern treu.

Quellen: Wall Street Journal via Sueddeutsche.de, Archos via Endgadget, Bloomberg via Teczilla

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3 Kommentare

  1. Telecat sagt:

    Allen Technikverliebten zum Trotz (ich werde mir ein iPad kaufen), muss ich sagen das ein eBookReader auch ein kleines Stück Lebensqualität ist. Denn es gitb Menschen mit erheblich Sehschwächen. Viele Menschen im hohen Alter können keine Bücher mehr lesen oder umständlich mit Lupe. Diesen Menschen bringen die eBookReader ein kleines Stück Lebenqualität zurück. Da unsere Bevölkerung in den nächsten Jahren im Durchschnitt immer älter wird kann dieser Trend den Menschen nur helfen.
    Ich werde in den nächsten Jahren sicher immer wieder ein Buch in meinen Händen halten, es ist immer noch das gewohnt Gefühl in dieser Form zu lesen. Vielleicht änder sich das aber auch mit der Zeit. Ich lese heute viele Artikel am Computerbildschirm in verschiedenen Blocks. Wir werden sehen was Aplle für die Zukunft angestoßen hat…

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