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eReader oder Tablet? Apples iPad treibt nicht nur Plastic Logic um

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Der Plastic Logic proReader Que (Foto: Plastic Logic)

Eigentlich hätte der April zum Plastic Logic-Monat werden. Das amerikanisch-britische Unternehmen mit Produktionsstätte in Dresden hatte für April die Veröffentlichung des Que angekündigt. Doch nun hat Plastic Logic den US-Verkaufsstart ihres Profi-eReader auf Sommer verschoben. Und der Probleme noch nicht genug: Zuletzt hatte die Financial Times auch noch gemeldet, dass das Unternehmen zum Verkauf stünde. Das wurde umgehend dementiert, aber nach der Veröffentlichung des Apple iPad steht Plastic Logic unter Zeitdruck.



WLAN, UMTS, ein supperdünner Bildschirm, ein Touchscreen, eine virtuelle Tastatur, Programme zum Arbeiten und zur Verwaltung von eMails und Dateien: Der Plastic Logic Que proReader sollte das Business revolutionieren und den herkömmlichen Schreibblock ersetzen. Im April diesen Jahres sollte der Que für etwas über 600$ in den USA auf den Markt kommen. Doch vergangene Woche teilte Plastic Logic mit, dass der Que erst im Sommer auf den Markt kommen werde.

Noch mehr Unruhe brachte dann auch noch ein Bericht der Financial Times, wonach Plastic Logic zum Verkauf stünde. Investor Hermann Hauser wird mit der Aussage zitiert, schon “in sehr interessanten Verhandlungen” zu stehen. Hauser dementierte in einer von ZDnet zitierten Pressemitteilung den Bericht, er habe von einer Partnerschaft gesprochen, “an der wir arbeiten, vom Wert der Technologie von Plastic Logic und seinem Zukunftspotential – nicht von einem Verkauf. Das Unternehmen steht nicht zum Verkauf.”


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Dass die Technologie – der Bildschirm ist nur 7mm dünn – von Plastic Logic tatsächlich Begehrlichkeiten wecken könnte, klingt plausibel, und auch das Zukunftspotential des Que ist groß, auch wenn mit Apples Tablet, dem iPad, eine starke Konkurrenz für Plastic Logic im Profi eReader Segment aufwartet. Doch der Que hat Vorteile im Vergleich zum iPad. Das Touchdisplay ist besonders zum Lesen geeignet, der proReader ist dünner und leichter als das iPad. Vor allem das Gewicht sei ein Problem für das bequeme Lesen, haben erste Tester aus der Branche über das iPad berichtet und auch der Bildschirm sei nicht zum langen Lesen geeignet.

So sollte die aktuelle Aufregung um Plastic Logic nicht zu hoch bewertet werden, schließlich ist die Produktion des Herzstücks des Que, des 7mm dünnen und biegbaren Displays, in Dresden bereits angelaufen. Zudem kann Plastic Logic auf starke Partner bauen, mit AT&T steht ein Provider bereit, mit Barnes&Noble ein Verlag, zudem hat Plastic Logic bereits Contentpartner im eZeitungen und eMagazin-Bereich, wie die Financial Times, das Wall Street Journal, Forbes und die PC World für sich gewonnen. Jetzt muss Plastic Logic den Que nur noch veröffentlichen.

Quellen: Plastic Logic, Financial Times, Testberichte iPad, ZDnet

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