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eReader-Neuheiten: Farbige eBook Reader noch in diesem Jahr verfügbar – iPad-Konkurrenz wächst

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Der Fujitsu Farb-eReader (Foto: Fujitsu)

Das iPad ist seit gut zwei Wochen verfügbar, wovon auch der eReader Markt profitieren kann. Noch hat das Apple Tablet Vorteile gegenüber klassischen eBook Lesegeräten, kann Bewegtbilder ebenso darstellen wie Farben und bietet obendrein noch das volle Surfvergnügen. Doch die eReader-Hersteller rüsten auf, noch 2010 wollen Fujitsu und Qualcomm erste farbige eReader veröffentlichen.



Das Branchenblog AkihabaraNews hat den neuen Fujitsu eReader-Prototypen in die Hand bekommen. Mit dem superdünnen Flepia mit 26k-Farbdisplay gibt es schon seit 2009 den ersten farbigen eReader auf dem japanischen Markt, doch wirklich überzeugen konnte er nicht. Die Ladezeiten der Seiten sind langsamer als bei eInk-Panels, das schwache Kontrastverhältnis sorgte für verwaschene Farben.

Diese Fehler will Fujitsu bei der neuen Version des Flepia, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, nicht machen. Weitere Produktdetails zum neuen Fujitsu eReader liegen bislang nicht vor, auch wenn anzunehmen ist, dass er ähnlich umfassend ausgestattet sein wird wie der Vorgänger (WLAN, Touchscreen u.a.). Nachdem der Flepia auch wegen seines stolzen Preises von ca. 1.000$ nicht den Sprung von den japanischen Inseln in die USA oder Europa geschafft hat, wird Fujitsu nun wohl auch versuchen, günstiger zu produzieren.

Das farbige Mirasol-Display

Auch Qualcomm will noch in diesem Jahr einen farbigen eReader auf den Markt bringen. Auf der CES 2010 Anfang Januar hatte das Unternehmen einen farbigen eReader-Prototypen vorgestellt. Nun wurden auf einer Pressekonferenz in Taiwan weitere Details genannt: Zunächst wird ein 5,7 Zoll großes Mirasol-Farbdisplay in der zweiten Jahreshälfte 2010 in kaufbaren Geräten verbaut. In einem zweiten Schritt will Qualcomm farbige eReader in verschiedenen Größen anbieten.

Und auch andere Hersteller werden bunt: Das Philips-Spinoff Liquavista hat ebenso wie eInk-Panel-Produzent PVI bereits farbige Panels gezeigt, die allerdings wohl erst 2011 marktreif sein werden. So wächst spätestens im kommenden Jahr die farbige Konkurrenz zu Tablets, allen voran dem iPad. Erste eReader bieten bereits RSS-Feed-Anzeigen und Mini-Brwoser zum Surfen, wenn augenschonende Farbdisplays in eReadern zum Standard werden, sind die größten Vorteile von Tablets dahin.

Doch das tut dem iPad-Hype noch lange keinen Abbruch, immer noch hat Apple Lieferengpässen. Weil Apple eine grandiose Markteinführung in den USA feiern konnte (über 500.000 iPad-Verkäufe in den ersten zwei Wochen), müssen sich die Verbraucher hierzulande noch gedulden. Erst Ende Mai gibt’s das iPad in Europa, ab dem 10. Mai kann man es vorbestellen, verkündete der US-Riese in einer mageren Pressemitteilung. Zum iPad-Verkaufpreis hat sich Apple nicht geäußert, wahrscheinlich ist eine 1:1-Übernahme der Dollar-Preise für den europäischen Raum. Das hieße, dass die billigste iPad-Variante für 499€ kommen wird.

Da ist die günstigste WePad-Variante (ohne UMTS) um knapp 50€ billiger, die Vollausstattung (WLAN, UMTS, 32GB Speicher) wird 570€ kosten. Auch wenn das deutsche Tablet von dem Berliner Unternehmen Neofonie erst im August verfügbar sein wird, hat es Vorteile: Es kann Flash-Videos darstellen und will mit OpenSource und starken eMagazin-Kooperationspartnern gegen Apple bestehen. Beim Design und der Mobilität hat aber das iPad die Nase vorn, es ist um knapp 200g leichter und bietet eine fast 4h längere Akkulaufzeit (10h statt 6h).

Immerhin eines kann man nach den zahlreichen Ankündigungen von farbigen eReader-Neuheiten sagen: Die Hersteller von klassischen eBook Lesegeräten lassen sich beim Thema eLesen (vor allem bei eMagazine und digitalen News) nicht einfach so von Apple die Butter vom Brot nehmen.

Quellen: Akihabaranews.com, Goodreader.com, DigiTimes.com, Apple

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