eBookreader-Vergleich.de

eBooks: Apple iPad treibt eBook-Preise hoch – und lässt Amazon auf Umsatzplus hoffen

1

Bislang ist das Kindle iPad-App nicht verfügbar (Foto: Amazon)

Immer mehr Verlage mucken bei der Preisgestaltung gegen Amazon auf. Bislang hatte der Branchenriese eine so hohe Marktdominanz, dass er die eBook-Preise diktieren konnte. Nachdem bereits vor eineinhalb Monaten die Holtzbrinck-Tochterfirma MacMillan gegenüber Amazon höhere Preise durchdrücken konnte, folgen nun zwei weitere Verlage mit einer Preiserhöhung für ihre eBooks. Das Wall Street Journal hatte schon am Mittwoch berichtet, dass Titel von Simon&Schuster sowie HarperCollins in Zukunft 12,99 bis 14,99$ kosten werden. Dennoch könne Amazon dank des iPad mit einem eBook-Umsatzhoch, glaubt ein Analyst von Forrester Research.



Weil Apple den Verlagen bei einer Kooperation mit dem iBook Store freie Hand bei der Preisgestaltung lässt, mucken die Verlage nun gegen Amazon auf. Bislang stellte der amerikanische Marktführer beim Thema eLesen die überwiegende Mehrzahl seiner Bücher – auch Bestseller – für 9,99$ bereit. Das wird sich nun ändern. Apple hat bereits Kooperationen mit fünf der sechs größten amerikanischen Buchhandelsketten geschlossen – und setzt Amazon beim Thema eBooks unter Druck.

Bei einem Verkauf eines eBooks im Apple iBook Store bekommt der amerikanische Elektronikhersteller 30 Prozent des Preises, den der Verlag selbst festlegt, der bei den meisten eBooks aber wohl zwischen 12 und 15$ liegen wird. Einen ähnlichen Preis haben nach MacMillan nun auch HarperCollins und Simon&Schuster für ihre eBooks im Amazonshop durchgesetzt, nachdem sie Anfang des Jahres bereits einen entsprechenden Vertrag mit Apple geschlossen hatten.

Schon vor der Veröffentlichung des iPad hat Apple damit einiges auf dem eBook-Markt bewegt – wenn auch nicht zur Kostenfreude der Kunden, obwohl einige Bestseller von Simon&Schuster sowie HarperCollins weiterhin für 9,99$ angeboten werden sollen. Ohnehin berichten erste Tester des Apple iPad davon, dass der Lesegenuss auf dem iPad durchwachsen ist – und auch der iBook Store bei weitem noch nicht ausgereift. So könnten die Vorteile von Profi-eReadern gegenüber dem Apple iPad für Leseratten (mit einem eInk-Display aufs eLesen ausgelegt und mit eBooks aus verschiedenen Shops beladbar) überwiegen.

Doch nicht deswegen hofft Amazon auf ein eBook-Umsatzplus durch das iPad, sondern weil auf dem Apple Tablet auch die eigenen eBooks über das Kindle iPad-App gelesen und bezogen werden sollen. In einem ausführlichen Artikel zitiert das Wall Strett Journal einen Analysten, dass Amazon, die laut Forrester Research einen Marktanteil von 80 Prozent bei eBooks vorweisen können, nicht nur wegen der höheren Gewinnmarge bei einem höheren eBook-Verkaufspreis, sondern auch wegen des größeren eBook-Angebots und der zahlreicheren Lese-Kunden vor allem im ersten Jahr einen Verkaufsanstieg verzeichnen wird.

Der iBook Store ist aktuell nicht auf dem iPad vorinstalliert und soll beim Start lediglich 60.000 Bücher umfassen, während Amazon an die 450.000 zumeist englischsprachigen Titel bietet. Doch auch das Kindle iPad-App ist zum Verkaufsstart nicht verfügbar und ein Veröffentlichungsdatum ist bislang ebenfalls noch nicht bekannt gegeben worden.

Quellen: Wall Street Journal, Testberichtzusammenfassungen von Heise Online

Schlagwörter: , ,

Ein Kommentar

Artikel kommentieren

© 2011 Blog.Ebookreader-Vergleich.de. All rights reserved.
Impressum
Proudly designed by Theme Junkie.