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eReader-Studie: Nur zum Lesen kauft Keiner einen eReader – Multimediale Lesegeräte sind Trumpf

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Bislang gab es belastbare Zahlen und Umfragen zur eBook Reader Entwicklung nur aus den USA. Nun hat sich das Marktforschungsinstitut TNS Emnid bei den Deutschen umgehört, wie sie den eBook Markt einschätzen und wie viel ihn nutzen. Für die Studie sind zwischen November und Februar insgesamt 2749 Personen befragt worden. Die Ergebnisse überraschen wenig: Apples iPad, Amazons Kindle und die Sony eReader-Reihe PRS sind die bekanntesten eLesegeräte auf dem deutschen Markt. Aber nur wer einen multimedialen Alleskönner produziert, kann die Deutschen zum Kauf bewegen.



“Die hier vorgestellten Ergebnisse zeigen, warum sich die bloße digitale, monofunktionale Abbildung eines Buches bisher nicht durchgesetzt hat”, erklärt Studienleiterin Claudia Knoblauch buchreport.de. Anwender erwarteten ein mobiles, tragbares Endgerät, das ihnen eine Vielzahl von Funktionen anbiete – und das Lesen von Büchern sei nur eine davon.

Ähnlich hatte sich schon Ende im vergangenen Jahes Dr. Marco Olavarria von der Verlagsberatungsfirma Kirchner + Robrecht auf sz.de geäußert. Es fehle bei den eBook Lesegeräten der ersten Generation am Spaßfaktor, bisher habe nur eine verschwindend geringe Zahl von Lesern eine Verwendung für klassische eBook Reader.

Die damalige Einschätzung bestätigt die aktuelle Studie von TNS Emnid: Gerade einmal 1% der Befragten besitzen selbst einen eReader, obwohl mehr als die Hälfte Apples iPad, immerhin knapp 20% den Kindle und immer noch 15% die Sony eReader-Reihe PRS kennen. Immerhin 25% können sich vorstellen, dass ein multimediales eLesegerät, das mehr kann als nur eBooks anzeigen, zum Papier-Ersatz werden könnte. 84% der Befragten haben kein Interesse an eReadern, nur 12% planen mometan auch einen eReader-Kauf.

Die Hälfte dieser Early Adopter erwarten besondere Features von einem eReader, wie einen mobilen Internetzugang und multimediale Kommunikationsmöglichkeiten, damit die Vorteile eines eReaders (Platzersparnis, sofortiger der Zugriff auf viele, unterschiedliche Bücher via Donwload) die Nachteile (Abhängigkeit von Akkus bzw. Strom, das Lesen auf einem Bildschirm) aufwiegen.


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Wirklich neu sind die Erkenntnisse der Studie meiner Meinung nach nicht, auch wenn jetzt niemand mehr an Neuentwicklungen vorbei kommt. Wohl erst mehr multimediale Funktions- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie ein geringerer Anschaffungspreis werden die Deutschen zum eReader Kauf bewegen können. Genau an solchen Neuheiten arbeiten die eReader-Hersteller fieberhaft.

Quellen: Buchreport.de, SZ.de, TNS Emnid

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