Andere Hersteller, wie Entourage und Astri, setzen derweil auf Dualscreen-Reader mit eInk- und farbfähigem LCD-Display, während Plastic Logic ein eigenes superdünnes und biegbares Display für den Que produziert. Das soll erstmal aber nur schwarz-weiß werden. Nun ruft sich PVI wieder in Erinnerung und zeigt auf einer IT-Messe in China erstmals einen farbigen eInk-Display-Prototypen der nächsten Generation.
Zwei farbige Panels mit 6 Zoll und 9,7 Zoll Bildschirmdiagonale wurden Presse und Fachbesuchern präsentiert, berichtet die PC World. Besonders: Auch den Premium Kunden Amazon und Barnes & Nobles (Nook) wurde das eInk-Farbdisplay vorgestellt. Auf der CES hieß es, der Kindle 3 könnte mit einem Mirasol-Display gebaut werden, nun werden die Karten wohl neu gemischt.
Über die Preise für farbige eInk-Panels kann nur spekuliert werden. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass die Produktionskosten höher sind als bei schwarz-weiß eInk-Displays. Zudem verbraucht ein farbiges Display mehr Energie, PVI betonte allerdings, dass sich der Mehrverbrauch in Grenzen halte.
Bis zum Ende des Jahres soll die Massenproduktion von farbigen eInk-Panels laufen, erste eReader mit farbigem Display könnten im Weihnachtsgeschäft zur Verfügung stehen.
Meiner Meinung nach steigt mit dem Zutritt von PVI die Wahrscheinlichkeit, dass in Kürze farbige eReader auf den Markt kommen. Das kurzfristige Problem wird der Preis sein, doch da es Konkurrenz zur farbigen eInk-Technologie gibt (Mirasol, Oled), wird sich wohl schnell das günstigste Material durchsetzen.
Besonderer Vorteil: Magazine und Zeitungen könnten so im farbigen Original inkl. Werbung auf eReadern angezeigt werden. Nur wer eine lahme Reaktionszeit annimmt, sollte zu Apples iPad oder Dualscreen-Readern greifen, während hier im Video sogar angenommen wird, dass in Bälde auch Videos auf eReadern abgespielt werden können.

