So ist der ukrainsche eReader, der von Netronix gefertigt worden ist, mit einem sowohl mit den Fingern als auch mit einem Stift beschreibbaren Touchscreen-Display ausgestattet. Via Wlan und Bluetooth ist das Pocketbook 302 drahtlos mit digitalen Inhalten beladbar. Die auf Linux basierende Software beinhaltet zudem Programme wie ein Wörterbuch, einen Kalender und ein RSS-News-Feed-Anzeigeprogramm. Und auch in puncto Dateikompatibilität hat das Pocketbook 302 viel zu bieten. Von der CeBit 2010 in Hannover
Während das Pocketbook 360° einer der funktionsreichsten 5 Zoller im Mini-Reader-Segment ist, ist das Pocketbook 301 ein herkömmlicher eBook Reader, der hauptsächlich zum eLesen geeignet ist. Beim nun auf den europäischen Markt gebrachten Pocketbook 302 wird, wie oben schon geschrieben, auf zusätzliche Funktionen gesetzt.Auf dem Pocketbook 302 sind sowohl Bilder – in schwarz-weiß natürlich – in den gängigen Dateiformaten anzeigbar. Musik im MP3-Format unterstützt das Pocketbook 302 ebenfalls. Als Standard-eBook-Format setzt Pocketbook auf ePub, aber auch pdf- und txt-Dateien sind darstellbar. (Hier gelangen sie zu den genauen Produktspezifikationen des Pocketbook 302)
Ein Lagesensor, wie schon vom Pocketbook 360° bekannt, rundet die komfortable Handhabung des Touchscreens ab. Kleine Nachteile: Bekanntermaßen spiegeln eInk-Displays im Gegenlicht stark, was auch beim Pocketbook 302 ein Problem ist. Auch die Ladezeiten von neuen Seiten waren in unserem Kurztest des Pocketbook 302 auf der CeBit nicht die schnellsten.
Dafür glänzt der neue Pocketbook-eReader mit der mitgelieferten Software. Auf dem Laufenden bleibt man mit einem News-Feed, mit dem Kalender behält man seine Termine im Blick und mit den Games, die stark an die erste Generation von Handy-Games erinnern, vertreibt man sich die Langeweile Im Programm-Bereich steckt aber noch weiteres Potential, wie ein Mini-Browser oder Mail-Client, die beide momentan noch fehlen.
Doch der 6 Zoll eReader zielt nicht vornehmlich auf die Business-Zielgruppe, sondern auf den Durchschnittskonsumenten, der gerne ein technisches Gerät zum Lesen hätte, sei es, weil er viel reist oder einfach auf technische Gimmiks und Features steht. So bietet das Pocketbook 302 einen größeren Spaßfaktor als das Vorgängermodelle 301 und auch die meisten anderen nur zum eLesen geeigneten Reader.Im Business-Sektor will Pocketbook offenbar mit einem auf der CeBit erstmal gezeigtem großformatigem eReader punkten. Die Arbeitsplatzoberfläche des 9 Zoll Readers könnte die beim Pocketbook 302 (noch) fehlenden Business-Programme ergänzen. Doch auf der CeBit konnten uns die Ukrainer keinen Verkaufsstart für den Business-eReader nennen.
Meiner Meinung nach hat Pocketbook mit dem 302 Sony in der 6 Zoll eReader-Klasse klar hinter sich gelassen. Nur ein Mini-Browser, wie ihn das Onyx Boox 60 bietet, fehlt.
In puncto Touchscreen bleibt das alte eInk-Spiegelungsproblem beim Pocketbook 302 bestehen, Hanvon mit den WISEreadern und Asus mit dem SiPix-Display haben das Problem hingegen gelöst.
Abzuwarten bleibt, was aus dem auf der CeBit gezeigtem großzolligem Prototypen wird und ob er mit noch mehr Funktionen ausgestattet eine Alternative zum Kindle DX, Asus DR-900 oder dem Plastic Logic Que werden wird.



