Schon jetzt sind die Chinesen technisch der Konkurrenz (txtr, Sony PRS-600 Touch, Pocketbook 302) enteilt, bieten neben der auch schon in anderen Geräten verbauten Handschrifterkennung (Hanvon WISEreader) einen voll internetfähigen Mini-Browser sowie eine Vorlesefunktion (text-to-speech-engine).
So ist das Onyx Boox momentan der kompletteste eReader auf dem Markt. Wenn die auf der CeBit 2010 gezeigten größeren Boox-Ausgaben auf den Markt kommen, werden die Chinesen auch das eReader Business-Segment bereichern und eine starke Konkurrenz zu Apples iPad sein. Von der CeBit 2010 in Hannover
Das Onyx Boox 60 ist natürlich ein herkömmlicher eReader mit einem schwarz-weiß eInk-Display und kein farbiger Tablet. Dafür ist das Lesegefühl angenehmer – ud auch die eine oder andere Funktion hat das Onyx Boox dem iPad voraus.
Steuerbar ist das Boox über einen Stylus-Stift, mit dem neben einer Volltextsuche auch Markierungen sowie handschriftliche Notizen möglich sind. Zudem verfügt das Boox 60 über eine in unserem Test auf der CeBit komfortabel bedienbare virtuelle Tastatur.
Mit dieser ist die Funktion des Boox, der voll internetfähige Browser, bedienbar. Einfach die URL eintippen und lossurfen – zumindest wenn man in ein Wlan-Netz eingewählt ist.
Über eine UMTS-Schnitstelle verfügt das Boox 60 nicht, dafür bieten die auf der CeBit gezeigten größeren eReader den Drahtloszugang via Handynetz optional an.
Insgesamt zeigte Onyx eReader in drei Größen, den bekannten 6 Zoller, einen 8 Zoll großen eReader und ein 9,7 Zoll großen Business-Reader. Alle drei setzen dabei auf ein eInk-Display mit Touchfunktion. Da dazu eine dünne Folie über das Panel gezogen werden muss, kommt es auch bei den Onyx eReadern zu Spiegelungseffekten.
Dafür sind die Onyx-Reader in puncto Dateikompatibilität absolut sehenswert. Neben pdf-, ePub-, txt- und mobipocket-Dateien sind auch Bilddateien darstellbar. Auch Musik im MP3-Format kann auf dem Boox angehört werden.
In unserem Kurztest auf der CeBit hat sich meiner erster Eindruck bestätigt: Das Onyx Boox 60 ist der kompletteste eReader seiner Klasse – und macht mehr Spaß als der Sony PRS 600 Touch, txtr und auch der Hanvon N618.
Zwar ist das Surfen im Internet – auch wegen des lahmen eInk-Displays – nicht besonders schnell, aber immerhin hat man vollen Internetzugriff und nicht nur eine RSS-Feed-Anzeigefunktion, wie beim Pocketbook 302.
Auch die Dateikompatibilität ist ein Plus des Boox 60, pdf-Dateien sind dank der umfassenden Zoomfunktion relativ gut darstellbar. Und auf den größeren eReadern ist von im Original großformatigen pdf-Dateien kein Problem. Ebenfalls erwähnenswert: Die Schreib-, Such- sowie die Vorlesefunktion.
So lässt Onyx die Alternativen im 6 Zoll eReader-Segment wie den Sony PRS 600 Touch oder den txtr um Längen hinter sich. Im Business-Reader-Segment werden die auf der CeBit ausgestellten größeren Onyx eReader mit Sicherheit eine starke Konkurrenz zum Kindle DX.
Und auch Apples iPad könnte durch das Boox unter Druck geraten, denn wer braucht ein Tablet, wenn er einen internetfähigen eReader hat und nur etwas mehr als 300€ kostet?

Hallo, heisst das, dass ich meine Pons-Wörterbücher im mobi format auf das ebook installieren kann? und somit neue Wörter aus den Büchern nachschlagen?
Auf eine Antwort würde ich mich freuen!
Carolina
Das Onyx Boox unterstützt mobi-Dateien, allerdings nur drm-freie. Also musst du nachsehen, ob deine Pons-Wörterbücher drm-geschützt sind oder nicht. Immerhin unterstützt das Boox 60 Adobe-DRM, also DRM-geschützte ePub- und pdf-Dateien. Du kannst die Pons-Wörter jedoch nicht zum Wörterbuch des Onyx Boox hinzufügen, aber natürlich darin jederzeit nachschlagen.
cai
(Redaktion blog.ebookreader-vergleich.de)