Um die Unkenrufe der Analysten, die das baldige Ende der marktbeherrschenden Stellung von Amazon beim Thema eBooks in den USA voraussagen – der Marktanteil von 90% soll in den nächsten fünf Jahren auf 30% fallen – in leere Worte zu verwandeln, versucht Amazon mit einer neuen Strategie den eBook-Absatz in absoluten Zahlen weiter zu steigern.
In einer Pressemitteilung gab Amazon bekannt, dass ab sofort auch via Blackberry auf den Amazon Kindle-Store zugegriffen werden kann – zumindest in den USA. Und auch Apple-Jünger dürfen sich freuen: digitale Inhalte aus dem Kindle Store sollen noch 2010 auf das iPad kommen.
Der Nutzer kann ab sofort das Kindle-Leseerlebnis auf seinem Blackberry durch den Download des kostenlosen Apps unter www.amazon.com/kindlebb genießen. Noch in diesem Jahr sollen auch für Mac und iPad-Nutzer digitale Bücher im Kindle-Store bereit stehen.
Pocketbrain.de berichtet, dass mit dem neuen Kindle-App für das Blackberry neue Lesezeichen angelegt werden können, aber noch keine Anmerkungen. Dies solle nach einer Weiterentwicklung möglich sein. Dann soll man auch den Text durchsuchen und zeilenweise scrollen können. Derzeit lassen sich nur ganze Seite umblättern.
Zuletzt öffnete Amazon seinen eBook Shop bereits für iPhone-, iPodTouch- und PC-Nutzer. Noch 2010 sollen die digitalen Inhalte aus dem Amazon Kindle Store auch für Mac- und iPad-Besitzer bereit stehen.
Und was bedeutet das für Apple? Unmittelbar nach der Präsentation des iPad hatte txtr bereits angekündigt, Inhalte für das iPad bereit stellen zu wollen. Das Interesse der Konkurrenten auf dem eBook-Markt an einer eigenen Präsenz auf dem iPad ist also groß.
Das bedeutet, dass Apple den hauseigenen iBook-Store wohl nicht als einzige Quelle für eBooks auf dem iPad ansieht. Bleibt nur abzuwarten, wie bis dahin die Probleme bei der Datei-Kompatibilität der eReader gelöst werden soll. Von Apple steht bislang ein Statement zur der Ankündigung von Amazon aus.
Quellen: Amazon.com, Lesen.net, Pocketbrain.de

