eBook Reader werden farbig: Das eigentlich für Mobilfunkchips bekannte Unternehmen Qualcomm hat auf der CES eine ganz besondere Neuheit vorgestellt, einen eReader mit Mirasol-Farbdisplay. Dieses arbeitet ähnlich stromsparend wie eInk-Displays, weil es nur beim Bildwechsel Strom benötigt. Ebenfalls neu: Ein Mirasol-Display kann Videos, Fotostreams und Präsentation absolut flüssig anzeigen, einen Unterschied zum LC-Display gibt es nicht. Außer natürlich für das Auge, das ebenso wenig wie bei der eInk-Technologie belastet wird, weil das Mirasol-Display nicht strahlt.
Im kommenden Herbst soll der erste eReader mit der neuen Technologie auf den Markt kommen. Spätestens dann verschwimmen die Unterschiede zwischen eReadern und Tablets meiner Meinung nach endgültig. Auch das Betrachten von eZeitungen und eMagazinen wird dann originalgetreu auf einem eReader möglich sein, inklusive des Effekts beim Umblättern – wenn gewünscht.
eReadern mit Farbdisplay gehört die Zukunft, sehen sie hier, wie sie ausschauen wird.
Mirasol-Displays funktionieren fundamental anders als eInk-Bildschrime erklärt Heise Online und lobt die Neuentwicklung von Qualcomm: “Im Display werden keine Kügelchen umgedreht, sondern winzige Metallmembranen im Mikrometerbereich bewegt.” Das Ergebnis ist farbig, aufgrund eines ähnlichen Effekts der bei Schmetterlingen die Motive erkennbar macht.
Sehen sie hier die Entwicklung des Mirasol-Displays (1. Video) und einen Test des Mirasol-eReaders (2. Video), der nicht selbst von Qualcomm produziert werden soll. Stattdessen wird die Technologie an OEM-Partner verkauft. Dennoch soll die Entwicklung bereits jetzt so weit sein, dass die ersten eReader mit Mirasol-Display im Herbst 2010 auf den Markt kommen können.
Quellen: Qualcomm, Heise, Heimtechnik

Na dann hoffen wir mal, dass das Betriebssystem dieses Readers offen genug ist, dass ich damit mehr als nur konsumieren kann.
Mich interessiert z.B. die Möglichkeit, auch Formulare mit Eingabefeldern anzeigen, verändern und abspeichern zu können, vorzugsweise in HTML und lokal im Speicher des Readers.
Die Mirasol Displaytechnologie ist faszinierend. Das ist qualitativ ein ähnlicher Sprung wie seinerzeit beim RAM vom Ringkernspeicher zur MOS-Technologie