Amazon und Sony müssen sich warm anziehen: Unzählige weitere Hersteller strömen auf den wachsenden eBook-Markt. Der Startschuss war die CES in Las Vegas. Der österreichische Kurier hat sich die Mühe gemacht, nahezu sämtliche Neuerscheinungen zu besprechen. Lesen sie hier meine Bewertung der beiden zukunftsträchtigsten eReader: Der Que, ein superdünner Alleskönner zum Arbeiten, und der eDGe, ein eReader mit Betriebssystem. Ein Zeichen für die eReader-Branche: Meiner Meinung nach werden eBook Reader 2010 zu multimedialen Mini-PCs – endlich.
Ganz vorne beim Neueuntwicklungen steht eindeutig der Plastic Logic proReader Que. Das 8mm dicke, biegbare DinA4-Touch-Display bietet alles, was zum Arbeiten von Nöten ist. Von powerpoint bis Word-Dateien, von ePubs bis pdf-Dokumente kann der Que alles komfortabel darstellen – und das nicht wie der Kindle DX nur im “text-only”-Format, sondern mit Bildern und Grafiken, wie im gedruckten Original. Leider kommt der Plastic Logic proReader Que erst 2011 nach Deutschland.
Ein weiterer eReader mit Zukunftspotential ist der enTourage eDGe mit zwei Bildschirmen, die wie ein herkömmliches Buch zusammenklappbar sind. Das gleichnamige amerikanische Unternehmen Entourage Systems bietet damit das erste “Dual-Book” auf dem Markt. Der eine Screen ist ein LCD-Touch-Farbdisplay, der andere ein eInk-Bildschirm. Asus hatte schon im vergangenen Jahr einen eReader mit zwei Bildschirmen angekündigt, doch seitdem hört man nicht mehr aus Taiwan.
Das Besondere am eDGe: Er bietet mit Google Android ein Betriebssystem sowie WLAN und Bluetooth (um eine externe Tastatur anzuschließen), bald auch eine 3G-Schnittstelle, wie auf der Internetseit zu lesen ist. Der enTourage eDGe ist damit der erste eReader auf dem Markt, der wie ein herkömmliches Netbook zu gebrauchen ist. Das Display weist mit 9,7 Zoll auch ähnliche Maße auf wie ein Mini PC. Ab Februar wird der enTourage eDGe verschifft. Eine Vorbestellung für 490 $ ist bereits jetzt möglich.
Auch wenn sowohl der eDGe als auch der Que noch ziemlich teuer sind, ist klar, dass die Reise der eLesegeräte 2010 in Richtung Mini-PC gehen wird. Anders als Tablets nutzen eReader aber weiterhin die schwarz-weiß-eInk-Technologie: ein Vorteil beim Lesen, ein Nachteil beim Darstellen von Zeitungen, Filmen und Bildern. Während der Que auf Business-Kunden setzt, die das nicht unbedingt benötigen, baut der eDGe eine Brücke zwischen reinen eBook Lesegeräten, Tablets und Netbooks. Das wird meiner Meinung nach auch die Zukunft sein. Spätestens Anfang März auf der CEBIT werden wir mehr darüber erfahren. Ich bin gespannt.
Quellen: Que.com, Entourage Systems, Kurier.at


Meiner Meinung nach wird dies nicht die Zukunft sein.
Habt ihr schon mal was von dem Mirasol Display gehört?
DAS wird die Zukunft sein !!!
Hi Micro M.,
In kürze wird die Redaktaion etwas über Mirasol-Displays und weitere Farbdisplay-Lösungen bei eBook Readern schreiben.
Danke für deinen Hinweis,
cai
(Redaktion ebookreader-vergleich.de)