Ich kann es kaum glauben: Der Onlinehändler Amazon hat zwischen dem 15. und 19. Dezember und am zweiten Weihnachtstag mehr eBooks (!) als gedruckte Bücher verkauft.
Auch der Kindle war ein Verkaufsschlager, mit dem iPod Touch 8 GByte und dem Garmin Navi 260W liegen eReader bei Amazon.com in den Top 3 der meist verkauften Weihnachtsgeschenke. Wieviele Kindle über den Ladentisch gegangen sind, gab Amazon nicht bekannt, aber Jeff Bezos, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Amazon, verkündete auf der eigenen Homepage: „Wir sind unseren Kunden dankbar, dass sie den Kindle zum beliebtesten Geschenkartikel in unserer Firmengeschichte gemacht haben.“ Lesen sie hier mehr über den Kindle und den Kindle DX.
Wow, das ist mal eine Ansage vom Marktführer im Online-Handel! Ob auch die Deutschen mit einem weihnachtlichem Kindle-Kauf mitgeholfen haben, den eReader aus den USA so beliebt zu machen, sagte Bezos nicht. Seit knapp drei Monaten ist der Kindle auch hierzulande über Amazon.de bestellbar. Der Kindle DX wird ab dem 19. Dezember in über 100 Länder geliefert.
Das Problem des Kindle ist nicht der Preis (ca. 250 €/Kindle DX ca. 450 €), sondern die mangelhafte Dateikompatibilität (der Kindle kann keine ePub-Dateien lesen, der Kindle DX dafür pdf-Dateien) und vor allem der Amazon-eBook-Shop. Er bietet zwar über 300.000 eBooks, aber nur in englischer Sprache.
Gut ist, dass auch ePaper drahtlos auf den Kindle geladen und angezeigt werden können (aber nur im “text-only”-Format). Als einzige deutschsprachige Zeitung ist momentan nur die Faz über den Amazon-Shop verfügbar. eBooks aus anderen Shops können auf dem Kindle nur gelesen werden, wenn der DRM-Kopierschutz umgangen wird oder die Datei von Amazon konvertiert wird. Schlecht…
Quellen: Amazon.com, PC Games Hardware, Bild.de
